7 o’Clock Race 2026

am 22. April startet die 7 o’Clock Serie 2026

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YCL schliesst die Barcelona Winter Series ab – ein Erfolgsbericht

Zum siebten und letzten Event der J/70 Barcelona Winter Series 2025/26 reiste ein Mixed-Team des YCL nach Barcelona: Stéphanie Rossé, Jürg Schneider, Andreas Gantenbein, Beat Brändle und Clara Häfliger. 

Die Anreise am Donnerstag verlief reibungslos und bereits bei der Ankunft lag diese besondere Vorfreude in der Luft, die ein Regattawochenende in Barcelona mit sich bringt. Gleich nach der ersten Stärkung ging es am Nachmittag daran, die THOMI für das Einwassern vorzubereiten. Eine erste kleine Lektion liess jedoch nicht lange auf sich warten: Nachdem das Boot bereit war, stellten wir fest, dass wir die Arbeitszeiten der Marineros um wenige Minuten verpasst hatten. So wurde das Einwassern kurzerhand auf Freitagmorgen verschoben. Den restlichen Nachmittag nutzte ein Teil der Crew dafür, auf einem zwanzigminütigen Fussmarsch zur Markthalle die schöne Altstadt Barcelonas zu erkunden. Pünktlich zum Abendessen im Clubhaus des Real Club Náutico de Barcelona (RCNB) kehrten sie zurück, beladen mit den süssesten Früchten und einem sehr edlen Jamón, der auf der SAIDA gebührend gefeiert wurde.

Am Freitag wurde die J70 bei strahlendem Sonnenschein eingewassert. Die Temperaturen waren so angenehm, dass wir im Ölzeug am Steg beinahe ins Schwitzen kamen. Nach einer kurzen Trainingseinheit starteten wir bei rund zehn Knoten Wind direkt in den ersten Lauf. Obwohl es für Clara, Beat und Andy die erste Regatta auf einer J70 war, gelang uns ein starker Auftakt: Im ersten Lauf rundeten wir als Fünfte die Luvtonne. Eine hartnäckige Sanduhr im Gennaker kostete uns jedoch einige Plätze, sodass wir auf Rang 17 ins Ziel kamen. Der zweite Lauf endete auf Rang 21. Die langen Wettfahrten von jeweils rund eineinhalb Stunden waren eine Herausforderung. Dennoch gingen wir nach diesem ersten Regattatag zufrieden und hochmotiviert vom Wasser.

Der Samstag begann erneut mit Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Da es einfach zu verlockend war, wagten Stéphanie und Clara vor den Regatten gar einen Schwumm im doch relativ kalten Meer. Auf dem Wasser herrschten ähnliche Verhältnisse wie am Vortag, und wir konnten uns weiter steigern. Mit den Rangierungen 19, 21 und einem starken 13. Platz zum Abschluss zeigte sich eine positive Entwicklung. Den Abend liessen wir trotz Müdigkeit und schmerzenden Muskeln bei gutem Essen und bester Stimmung in einem Rooftop-Restaurant ausklingen. 

Am dritten und letzten Tag frischte der Wind deutlich auf und erreichte gute 15 Knoten. Damit stiegen auch die Anforderungen an Crew und Manöver. Besonders für die weniger erfahrenen Crewmitglieder bedeutete dies eine intensive, aber wertvolle Lerneinheit. Dank der Unterstützung von Stéphanie und Jürg fanden wir jedoch schnell in einen guten Rhythmus und rundeten im ersten Lauf sogar als Vierte die Luvtonne – ein echtes Highlight. Leider mussten wir anschliessend den Gennaker aus dem Wasser ziehen, wodurch wir deutlich ausgebremst wurden. Dennoch konnten wir dank viel Speed mit bis zu 13 Knoten Downwind und einigen schönen Surfs im vorderen Feld mithalten. Ein Spitzenresultat schien greifbar, bis wir kurz vor dem Ziel einem Mitbewerber keinen Raum gaben und wir disqualifiziert wurden – ein bitterer Moment.  Im letzten Lauf der Serie gaben wir nochmals alles, doch ein weiterer Gennakerzwischenfall sowie ein Sonnenschuss verhinderten ein besseres Resultat. Mit Rang 21 im abschliessenden Lauf erreichten wir insgesamt den doch guten 20. Gesamtrang dieses Events. 

Nach den Regatten stand weitere Arbeit an: Die J70 auswassern und transportbereit machen – unterbrochen von der Rangverkündung und einem wohlverdienten Apéro im Hafen. Nach einem letzten gemütlichen Abend auf der SAIDA verliessen wir am frühen Montagmorgen Barcelona. Für Stéphanie und Jürg stand die lange Autofahrt an, und auch Andy, Beat und Clara traten mit wertvollem neuem Wissen und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck dem Heimweg an. Die J70 ist mittlerweile wieder in Luzern angekommen. Auch der Trailer hat die lange Reise und den Winter in Barcelona gut überstanden und wurde erfolgreich vorgeführt. An dieser Stelle ein grosses DANKE an Stefan Epper und Garage Epper für die perfekte Vorbereitung für die lange Reise und die direkt anschliessende Prüfung beim Strassenverkehrsamt. Sowohl unsere J70 THOMI wie auch der Transporttrailer sind also bereit für weitere Abenteuer. THOMI ist bereits eingewassert, kann hier gebucht werden und freut sich auf eine spannende Saison 2026 im heimatlichen Vierwaldstättersee.

Traditioneller Frühlings-Frondienst im Yacht-Club Luzern

Am Samstag, 14. März, stand im Yacht-Club Luzern der traditionelle Frühlings-Frondienst auf dem Programm. Dieser Arbeitseinsatz – einer von zwei jährlich stattfindenden Frondiensten im Frühling und Herbst – ist ein wichtiger Bestandteil des Clublebens und dient dazu, das Gelände, die Anlagen und die Infrastruktur des YCL für die bevorstehende Segelsaison vorzubereiten.

Rund 40 Mitglieder folgten der Einladung des Ressorts Infrastruktur und packten tatkräftig mit an – besonders erfreulich war dabei die grosse Beteiligung unserer Gastmitglieder. Trotz nasskaltem, beinahe winterlichem Wetter liessen sich die Helferinnen und Helfer die gute Stimmung nicht nehmen und widmeten sich mit viel Einsatz den anstehenden Arbeiten rund um die Steganlage, das Clubhaus, die Clubboote sowie die unmittelbare Umgebung.

Aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse konnten die vorgesehenen Arbeiten am Bojenfeld an diesem Tag nicht durchgeführt werden. Diese werden bei passender Gelegenheit durch ein Team unter der Leitung unseres Hafenmeisters Alan Stucki nachgeholt.

Wie bereits zwei Wochen zuvor war zudem ein engagiertes Team in Sursee im Einsatz, um an den YCL-Optimisten die letzten Arbeiten auszuführen. Dank dieses zusätzlichen Einsatzes können auch unsere Optis bestens vorbereitet in die neue Saison starten.

Besonders schön war einmal mehr die spürbare Verbundenheit innerhalb unseres Clubs: Langjährige Mitglieder arbeiteten Seite an Seite mit neuen Gesichtern, die erstmals an einem Frondienst teilnahmen. Der gemeinsame Einsatz zeigte eindrücklich, wie sehr der Yacht-Club Luzern vom freiwilligen Engagement seiner Mitglieder lebt – und wie wichtig dieser Einsatz für den Erhalt und die Qualität unserer Clubinfrastruktur ist.

Nach getaner Arbeit wartete ein weiterer Höhepunkt des Tages auf die Beteiligten: Das Küchenteam rund um Doris Ammann, unterstützt von Helene Köpcke und Mariana Bisaku, verwöhnte alle Helferinnen und Helfer mit einem wunderbaren Mittagessen. So fand ein arbeitsreicher, kameradschaftlicher und trotz der kühlen Witterung rundum gelungener Frondienst einen ebenso herzlichen wie genussvollen Ausklang.Ein herzlicher Dank gilt allen, die mitgeholfen haben, den Yacht-Club Luzern für die neue Segelsaison bereit zu machen.

Grosser Frühjahrsputz bei der Garage Epper in Sursee: YCL-Optimisten erstrahlen in neuem Glanz!

Am Wochenende vom 28. Februar und 1. März stand beim Yacht-Club Luzern ein besonderer Arbeitseinsatz auf dem Programm: Die 15 YCL-Optimisten sowie die dazugehörigen Anhänger wurden von einem motivierten Team engagierter Clubmitglieder gründlich gereinigt und instand gestellt.

Bereits am Samstagmorgen um 08.00 Uhr trafen sich die Helferinnen und Helfer im Club, wo die 15 Optimisten auf Trailer verladen wurden. Obwohl diese teilweise schon längere Zeit nicht mehr auf der Strasse unterwegs gewesen waren, wagte sich das Team mit der wertvollen Fracht nach Sursee. Es wurden sogar Trailer auf Trailer geladen. In den Räumlichkeiten der Garage Epper durften während zweier Tage intensive Reinigungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

Mit vereinten Kräften wurden Boote und Anhänger gründlich geputzt und wo nötig geflickt. Für die kniffligeren Fälle war Sämi Erismann der richtige Mann. Er absolviert seine Lehre als Bootsbauer bei Weiss Yachts in Küssnacht und brachte nicht nur viel Fachwissen, sondern auch das passende Equipment mit. So konnten an verschiedenen Booten kleinere Schäden fachgerecht ausgebessert werden.

Auch die Blachen erhielten eine besondere Behandlung: Zunächst wurden sie gekärchert, dann in einem Reinigungsinstitut in Sursee gewaschen und anschliessend erneut abgekärchert. Doch das Ergebnis entsprach noch nicht ganz den Erwartungen. Stefan Epper legte deshalb nach und wusch die Blachen über Nacht nochmals in einer Industriewaschmaschine. Am nächsten Morgen konnte sich das Resultat mehr als sehen lassen!

Am Sonntag wurde mit gleicher Motivation weitergearbeitet, sodass nach dem Mittag die ersten 11 Optimisten – dieses Mal auf frisch gereinigten und gefetteten Trailern – zurück zum Yacht-Club Luzern transportiert werden konnten. Die restlichen vier Boote verbleiben vorerst in Sursee. Während des Frondienstes am 14. März wird ein Team um Sämi Erismann an diesen weitere Ausbesserungsarbeiten vornehmen.

Ein grosses Dankeschön geht an alle Beteiligten: Stefan (nicht nur für das Gastrecht sondern auch für die Organisation der externen Unterstützung in der Person von Charly Sieber), Herbert, Luis, Marius, Nils, Thomas, Gregory, Heidi, Jan, Sämi, Thomas, Marc, Jürg und Stéphanie. Dank eurem Einsatz sind unsere Optimisten bestens für die kommende Saison vorbereitet. Wir können es kaum erwarten die Boote wieder auf dem Wasser zu sehen!

Erfolgreiches Youth Team an der J 70 Barcelona Winter Serie – ein Erfahrungsbericht

Unsere Anreise am Donnerstag mit dem Flugzeug in die wohl schönste Stadt Spaniens, Barcelona, war bereits ein erstes Highlight. Schon beim Landeanflug spürten wir diese besondere Energie, die uns perfekt auf das bevorstehende Wochenende einstimmte.

Nachdem wir (Luis Allamand, Sämi Erismann, Jan Huppertz und Gregory Ruoss) auf der SAIDA – die im gleichen Hafen lag, in dem auch die Regatta stattfand – unsere Kojen bezogen haben, ging es am Nachmittag darum unsere J70 für die Regatta bereitzumachen und einzuwassern. Für ein Training auf dem Wasser wehte leider zu viel Wind. 

Am ersten Regattatag am Freitag stand für uns vor allem eines im Fokus: Wieder ins Gefühl für das Boot und das Zusammenspiel in der Mannschaft kommen. Nach mehreren Monaten Pause mussten wir uns zunächst neu einspielen; wir wurden dabei unterstützt von der Sportchefin Stéphanie, die mit uns zusammen die Regatta bestritten hat. Mit jedem Lauf fanden wir jedoch besser in unseren Rhythmus. Die traumhaften Bedingungen auf dem Mittelmeer, mit angenehmen Temperaturen und konstantem Wind machten es uns leicht, wieder Freude am Wettkampf zu finden. Nach insgesamt drei Läufen konnten wir mit dem ersten Regattatag recht zufrieden sein, Laufplätze 27, 17 und 14; die Entwicklung stimmte.

Der Samstag brachte noch einmal eine deutliche Steigerung. Der Wind nahm zu und damit auch unsere Geschwindigkeit und unser Selbstvertrauen. Bereits beim ersten Lauf waren wir an der Kreuz voll dabei, bis plötzlich unsere Geschwindigkeit dramatisch zurückging. Der Grund lag nicht nur am abnehmenden Wind, sondern war schnell gefunden: Einige Meter Fischerline samt Köder und Plastiksack an Kiel und Ruder. Wir hatten Glück, das dieser Lauf dann abgebrochen worden ist. Beim nächsten Versuch gelang uns ein Superstart und wir gingen als fünftes Boot um die Luvtonne! Leider konnten wir diesen Rang nicht halten und wurden Boot um Boot nach hinten durchgereicht; wir wurden schliesslich 20. Gregory musste während des Laufes aber auch noch den Gennaker – samt gefühlt eine Tonne Wasser – aus dem Meer bergen. 

Am dritten und letzten Tag waren zunächst eher milde Verhältnisse angekündigt. Doch im Laufe des Tages frischte der Wind wieder auf. Genau wie die Bedingungen wuchs auch unser Teamgeist. Man merkte, wie wir als Mannschaft immer besser harmonierten und uns gegenseitig pushten. So gingen wir beim ersten Lauf als fünfte um die Luv- und als vierte um die Entlastungstonne. Leider wurde auch dieser Lauf dann abgebrochen. Die nächsten drei Läufe gelingen uns nicht ganz nach Wunsch und es resultierte noch ein 27., 19. und 21. Rang. Das ergab am Schluss trotzdem den 22. Gesamtrang – so gut war bis jetzt noch kein YCL-Team an den Winter Series in Barcelona platziert!

Die Abende liessen wir gemeinsam bei gutem Essen und dem einen oder anderen Bier ausklingen. Trotz der intensiven Tage auf dem Wasser nutzten wir die Zeit, um die Stadt zu erkunden. Barcelona hat unglaublich viel zu bieten. Ein Besuch bei der Sagrada Familia beeindruckte uns ebenso wie die kleinen verwinkelten Gassen und die weitläufigen Parks, die zum Verweilen einladen.

Insgesamt war es ein rundum gelungenes Wochenende mit sportlichen Fortschritten, tollen Erlebnissen und vielen gemeinsamen Momenten, die uns als Team weiter zusammengeschweisst haben. Es machte definitiv Lust auf «Meer».

Fondue-Abend im Clubhaus – genussvolle Stunden in geselliger Runde

Am Freitagabend, 6. Februar, trafen sich fast 40 Mitglieder des Yacht-Club Luzern zu einem gemütlichen Fondue-Abend im Clubhaus. In angenehmer Atmosphäre wurde gelacht, angeregt diskutiert und gemeinsam genossen.

Organisiert wurde der Anlass von unserer Segelmeisterin Kathrin Zust, tatkräftig unterstützt von den Gastmitgliedern Alexandre Joyeux, Clara Häfliger, Carsten Hersberger, Armin Schaefer sowie Mariana und Pashk Bisaku – und natürlich mit viel Charme und Umsicht begleitet von unserer Clubhausverwalterin Doris Ammann.

Das Fondue von Chäs Barmettler schmeckte vorzüglich und trug wesentlich zur rundum gelungenen Stimmung bei. Die vielen Gespräche und das gemütliche Beisammensein machten den Abend zu einem schönen Beispiel für gelebte Clubgemeinschaft.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer – und an alle Teilnehmenden fürs Dabeisein! Weitere Fotos unter der Bildergalerie.

Inspirierender Segelabend mit Vendée-Globe-Finisher Oliver Heer

Am Dienstag, 27. Januar, luden der Segelclub Tribschenhorn und der Yacht-Club Luzern zu einem ganz besonderen Anlass ein: einem Vortrag mit Oliver Heer, professionellem Offshore-Segler und erstem deutschschweizerischen Finisher der Vendée Globe – der härtesten Solo-Weltumsegelung der Welt.

Oliver Heer, aufgewachsen in Rapperswil, absolvierte zunächst ein Studium in International Management. Danach verfolgte er konsequent seinen Traum, sich im Hochseesegeln auf Weltklasseniveau zu etablieren. Nach Stationen im Unternehmenssektor nahm er erfolgreich an den bedeutendsten Offshore-Regatten der Welt teil. Heute nutzt er seine Plattform nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern engagiert sich auch aktiv für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität im Segelsport.

In seinem eindrücklichen Vortrag sprach Oliver Heer über Risikomanagement, Resilienz, Entscheidungsstärke und Zielerreichung unter Extrembedingungen. Seine Erfahrungen auf den Weltmeeren gingen dabei weit über den Sport hinaus und boten zahlreiche Impulse für Alltag, Beruf und Vereinsleben.

Rund 130 Seglerinnen und Segler aus 18 Zentralschweizer Clubs und von fünf Seen – dem Hallwilersee, Sempachersee, Vierwaldstättersee, Zugersee und dem Lac de Joux – fanden sich im Clubhaus des Seeclubs Luzern ein und lauschten den fesselnden Ausführungen des Referenten. Im Anschluss nahm sich Oliver Heer viel Zeit für Fragen aus dem Publikum und bestätigte, dass er an der nächsten Vendée Globe, die am 12. November 2028 in Les Sables-d’Olonne startet, erneut an den Start gehen wird. Die Anzahlung für ein neues Boot ist bereits geleistet.

Ermöglicht wurde dieser besondere Anlass durch YCL-Mitglied Gregor Ming, der Oliver Heer bei der letzten Vendée Globe mit SAIL GIN unterstützte – tatsächlich segelten dabei neun Flaschen Gin einmal um die Welt.

Den gelungenen Abend rundete ein gemütlicher Apéro-Imbiss mit Risotto und Flammkuchen ab, geschmackvoll zubereitet von Wirt Wolfgang Kristan und seiner Crew.

Windiger, nasser und kalter Härte-Test für die YCL-Ladies in Barcelona

Während die Mehrheit der YCL-Mitglieder wahrscheinlich die Skipisten genoss, wagten sich fünf tapfere Mitglieder des YCL J70 Ladies Teams (Sabine Brodbeck, Regina Herzog, Rita Krummenacher, Bianca Schmidt und Skipperin Stéphanie Rossé) auf die wilden Gewässer Barcelonas. Einmal ist nun einfach das erste Mal: Das erste Mal auf dem Meer, das erste Mal Wind, das erste Mal Wellen, das erste Mal eine J70 Klassenregatta – oder einfach das erste Mal richtig Regattasegeln!

Und richtiges Segeln war in der Tat angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich Barcelona am Freitag von seiner schönsten Seite. Bei zu Beginn angenehmen 10 Knoten starteten die Ladies top motiviert in den ersten Lauf und rundeten die erste Boje gleich mal als 10.(!) – leider wurde der Lauf abgebrochen. Schlag auf Schlag ging es weiter mit einem weiteren super Start und guten ersten Kreuz. Der Vorwindkurs hielt dann die eine oder andere Herausforderung bereit. Besonders als dann der Wind auffrischte, mit Böen von 20 Knoten und aufwärts, wurde es zunehmend schwierig, die Hände, Arme und Köpfe langsam müde.

Nach zweieinhalb Läufen wurde es dann richtig aufregend, als das Boot ein wenig mehr als «schräg» war. Regina wurde direkt aus der Adventurezone Vorschiff in eine floating Liege (Reling) katapultiert und sah nass, aber ganz entspannt aus. Der Rest der Crew bekam eine Adrenalin-Dosis und sah sich vor der Herausforderung, Regina zu fischen und anschliessend den Gennaker wieder einzubringen. Natürlich wurde das im Vorfeld nicht so genau besprochen und musste dann ad-hoc organisiert werden – und nein, alles darf dann doch nicht gelöst werden. Gennaker geborgen, alle Frauen wieder in aufrechter Position an Deck, löste mit fünf Minuten Verspätung dann doch noch die aufblasbare Schwimmweste von Regina aus.

Abends gab es bei ausgezeichnetem Essen – nur schon deshalb ist Barcelona eine Reise wert – dann doch das eine oder andere zu diskutieren. Über die Rolle des Baumniederholers zum Beispiel, oder wo Frau sich am besten festhalten kann und wie der Gennaker am einfachsten wieder ins Boot kommt.

Am Samstag war dann fertig lustig – es sollte von morgen früh bis abends spät regnen, die Prognosen zeigten weiterhin viel Wind an, sogar noch etwas mehr als am Freitag. Die Arme taten immer noch weh, der Schock steckte noch etwas in den Knochen. Zwei Ladies machten sich mit dem Ziel «aktive Erholung» direkt auf den Weg zur Sagrada Familia, der Rest mit Ersatzmann an Bord und zu allem bereit, nahm Kurs auf den Start. Auch da reihte sich leider ein Problemchen an das andere, mal war die Schot nicht ganz richtig, mal der Gennaker im Wasser. Und das ganze bei einer Lufttemperatur gegen null Grad – es schneite zu diesem Zeitpunkt sogar in der Stadt! In der Mitte des zweiten Laufes war dann Schluss und die Crew rettete sich unter die warme Dusche – einige waren fast nicht mehr rauszubekommen. Glücklicherweise waren wir vor dem Rest der Flotte drinnen und hatten immerhin noch warmes Wasser.

Am Sonntag dann wieder das Programm vom Freitag: Sonne, Wind und fünf top motivierte, für alle Härten des Regattaseglerinnen-Tages gerüstete YCL Ladies an Bord. Regina zeigte erneut vollen Einsatz und testete die nächste Schwimmweste… letztere ist eindeutig zu bevorzugen, orange steht ihr besser als gelb!

Das war dann das Ende eines intensiven Wochenendes. Der Gennaker hatte uns in Griff. Trotz der stürmischen Herausforderungen, nassen Überraschungen und eisigen Temperaturen hat das Team Grossartiges geleistet. Die wertvolle Feuerprobe, die den Zusammenhalt, den Kampfgeist und den Lernwillen jedes einzelnen Crewmitglieds gestärkt hat. Die YCL-Ladies kehren nicht nur mit unvergesslichen Geschichten, sondern auch mit einem riesigen Paket an Erfahrung zurück, das die Basis für noch bessere Leistungen in der Zukunft bildet. Die Freude am Segeln und der Teamspirit blieben ungebrochen, selbst wenn mal das Boot schräg lag oder der Gennaker baden ging. Barcelona hat gezeigt: Diese Crew ist hart im Nehmen und wird aus jedem Abenteuer stärker hervorgehen. Das «piece de residence» ist ganz klar die Gennaker-Kontrolle bei viel Wind. Aber auch das werden die YCL-Ladies noch in den Griff bekommen und alle sind einig über das Gesamtfazit: Lust auf Meer!

Erfolgreicher Auftakt ins Jubiläumsjahr 2026

Im Hinblick auf das 85-Jahr-Jubiläum des Yacht-Club Luzern im Jahr 2026 hat sich der Vorstand zum Ziel gesetzt, über das Jahr verteilt ein vielseitiges und für möglichst viele Mitglieder attraktives Programm anzubieten. Mit dem neuen Veranstaltungsformat «7 o’clock an Land» wurde nun der erste Akzent gesetzt.

Der Auftaktanlass fand am Mittwoch, 7. Januar, um 19.00 Uhr im Clubhaus statt und erfreute sich mit rund 20 teilnehmenden Mitgliedern eines guten Besuchs. Zum Start des neuen Formats entführte uns unser Bootsmeister Roger Schmid in die faszinierende Welt der Bootsmotoren. In seinen kompetenten, praxisnahen und sehr verständlichen Ausführungen erklärte er Aufbau, Funktion und typische Eigenheiten von Bootsmotoren und ging dabei auch auf Fragen der Teilnehmer ein.

Besonders geschätzt wurde der anschauliche Praxisbezug: An zwei bereitgestellten Testmotoren konnten die Teilnehmenden das Gehörte direkt nachvollziehen, Details begutachten und ihr Wissen vertiefen. Die lebhafte Diskussion und die zahlreichen Fragen zeigten deutlich das grosse Interesse am Thema.

Nach dem informativen Teil ging der Abend in den geselligen Teil über. Der Grill wurde eingeheizt, und bei Wurst, Brot und Getränken blieb genügend Zeit für den persönlichen Austausch und für weitere Gespräche rund um das Thema Boot und Clubleben.Der Vorstand freut sich über den gelungenen Start dieses neuen Formats. Das nächste «7 o’clock an Land» findet am Mittwoch, 21. Januar, statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, auch bei den kommenden Anlässen dabei zu sein.

YCL J70-Ladies prominent im Skippers

Das Magazin Skippers berichtet über den Erfolg der YCL Ladies am Swiss Sailing League Heidi Cup 2025:

Und auch in den vermischten Meldungen aus der Segel-Welt wird der YCL erwähnt: