YCL an der Swiss Sailing Challenge League – Act 3/2026 in Luzern

Am 15. und 16. August fand der dritte Act der Swiss Sailing Challenge League direkt vor unserer Haustür beim Yacht-Club Luzern statt. Nach dem erfolgreichen Act 2 in Neuchâtel war die Vorfreude auf die Regatta im Heimrevier entsprechend gross. Für unsere neu zusammengefundene Crew sollte es ein intensives und lehrreiches Wochenende mit sehr unterschiedlichen Bedingungen werden.

Am Samstag starteten wir bei zunächst wenig Wind mit einem guten ersten Lauf und einem 2. Rang. Im zweiten Lauf nahm der Wind immer weiter ab, sodass die Wettfahrt aufgrund der maximalen Zeitdauer abgebrochen werden musste. Anschliessend hiess es erst einmal warten. Erst gegen 17:30 Uhr ging es weiter.

Die Bedingungen waren nun komplett anders: Ein kräftiger Abwind einer Gewitterfront brachte rund 20 Knoten Wind und gleichzeitig stark drehende Bedingungen. Nach dem Ablegen lief unsere J/70 zunächst nicht richtig. Nachdem wir das Boot noch von Seegras befreien konnten, ging es praktisch direkt in den Lauf. Trotz jeweils sehr guter Starts konnten wir die Winddreher anschliessend nicht optimal für uns nutzen. Das nötige Glück bei den Drehern fehlte uns, und so beendeten wir den Lauf auf Rang 6. Auch im dritten Lauf gelang uns erneut ein guter Start, doch auf dem Kurs konnten wir daraus zu wenig Kapital schlagen und kamen wiederum nicht über Rang 6 hinaus.

Anschliessend wurde das gesamte Feld in Richtung Meggenhorn verlegt. Dort konnten wir bis in die Dämmerung weitersegeln. Bei für Luzern aussergewöhnlich starkem Wind fanden wir jedoch nicht die nötige Performance und mussten uns mit einem 8. und einem 7. Rang begnügen. Besonders auf der Kreuz und beim Bergen des Gennakers fehlte uns noch die nötige Routine und Sicherheit.

Entsprechend enttäuscht ging es am Abend zurück zum YCL. Um 21:30 Uhr wartete dort bereits das wohlverdiente Abendessen. Ein grosses Dankeschön an Doris und ihr Team – das Abendessen war einmal mehr fantastisch!

Am Sonntag hiess es dann: neuer Tag, neue Chance. Nach anfänglicher Flaute entwickelte sich ein wunderschöner Leichtwindtag – typisch Luzern. Und plötzlich passte vieles zusammen.

Im sechsten Lauf gelang uns ein perfekter Start in den Tag. Alle Manöver funktionierten, wir segelten konzentriert und konnten den Lauf souverän gewinnen. Im siebten Lauf erhielten wir direkt vor dem Start eine Penalty. Nach dem notwendigen Entlastungsmanöver überquerten wir als letztes Team die Startlinie. Mit einer starken Aufholjagd konnten wir uns aber noch auf Rang 4 vorarbeiten.

Im achten Lauf folgte dann erneut ein Highlight: Nach einem perfekten Lauf konnten wir unseren zweiten Tagessieg einfahren.

Im letzten Lauf wurde es nochmals turbulent. Bei der Luvtonne erhielten wir einen Penalty. Stéphi brachte ihren Unmut darüber diplomatisch zum Ausdruck – die Umpires empfand dies allerdings weniger diplomatisch und disqualifizierte uns. Damit schlossen wir den letzten Lauf mit 10 Punkten ab.

Ein unglücklicher Abschluss eines insgesamt tollen und sehr lehrreichen Wochenendes für unsere neu zusammengefundene Crew. Bei Starkwind fehlten uns noch etwas die Routine, die Kraft und das nötige Gewicht, um konkurrenzfähig zu sein. Bei den für uns gewohnteren Leichtwindbedingungen konnten wir dagegen unsere Performance abrufen und mit zwei Laufsiegen zeigen, was in uns steckt. Besonders erfreulich war, dass wir uns auch bei den Manövern als Team deutlich weiterentwickeln konnten.

Ein ganz besonderer Dank geht an das Wettfahrtleitungsteam des YCL. Die Entscheidungen bei den schwierigen Bedingungen am Samstag und angesichts der unsicheren Wetterprognose waren nicht einfach – haben sich aber als absolut richtig erwiesen. Dank dieser Flexibilität konnten wir ein unglaubliches Segelwochenende mit insgesamt neun Wettfahrten erleben.

Heimregatta, Starkwind, Flaute, Gewitterfront, zwei Laufsiege und jede Menge neue Erfahrungen: Die Challenge League in Luzern hatte definitiv alles zu bieten.

Hier noch die komplette Rangliste des Act III und die Gesamtrangliste der Challenge League.

Autor: Carsten Hersberger

Ein YCL-Team an der Cowes Week

Die Cowes Week auf der Isle of Wight zählt zu den traditionsreichsten Segelveranstaltungen überhaupt. Dieses Jahr feierte sie ihr 200-jähriges Jubiläum und machte unsere Teilnahme damit nochmals zu etwas ganz Besonderem. Wir waren in der J/70-Klasse mittendrin, bei bestem Sommerwetter, Starkwind und den berüchtigten Strömungen des Solent.

Das Abenteuer begann allerdings schon lange vor dem ersten Startschuss. Noch in der Schweiz hatten wir einen technischen Schaden und mussten kurzfristig das Zugfahrzeug wechseln. Damit wurde die Anreise nach Caen zum ersten Rennen der Woche. Nach zwölf Stunden praktisch ohne Pause rollten wir gerade einmal 15 Minuten vor Abfahrt auf die Fähre. Der erste grosse Erfolg war damit bereits verbucht und das Abenteuer Cowes konnte beginnen.

Unsere Crew bestand aus Nicolas Grüter, Jonas Wenger, Yves Ernst und Christian Sprecher an der Pinne, vom Segelclub Enge in Zürich.

Für uns Süsswasserpiraten vom Vierwaldstättersee bedeutete das Segeln im Solent zunächst eine steile Lernkurve. Wind gegen Strom, Strom gegen Wind, neue Winkel zur Tonne und ein hochkarätiges Feld mit der gesamten britischen J/70-Szene, die hier zu Hause ist. Als Grand-Slam-Event zieht die Cowes Week entsprechend starke Teams an.

Auch unser Basislager hätte besser nicht passen können. Wir wohnten direkt im Hafen von Cowes auf dem Motorboot der lokalen Segellegende Jo Richards, olympischer Bronzemedaillengewinner im Flying Dutchman. Näher am Geschehen geht kaum. Südenglische Gastfreundschaft in einem Ort, in dem es gefühlt mehr Yachtclubs und Slipanlagen pro tausend Einwohner gibt als öffentliche Mülleimer in der Schweiz.

Die ersten Tage standen im Zeichen der Anpassung, gefolgt von genau dem, wofür man nach Cowes kommt: mehrere Tage intensive Segelaction mit schnellen Rennen, engen Manövern und ständig wechselnden Bedingungen.

Eine Lektion des Solent werden wir so schnell nicht vergessen. Bei starker Strömung führt der schnellste Weg teilweise direkt am Ufer entlang. Und direkt bedeutet hier wirklich direkt. Ohne Echolot kreuzt man so nah wie möglich am steil abfallenden Strand hoch, vorbei an grossen Steinen, von denen selbst die Locals nicht immer genau wissen, wo sie nach dem letzten Sturm liegen. Bei manchen Wenden waren wir gerade einmal drei oder vier Meter vom Ufer entfernt und die Badegäste konnten uns praktisch aus nächster Nähe bei der Wende zuschauen. Ein unglaublicher Nervenkitzel, zumal während der Woche auch einige Boote aufsetzten und teils Kielschäden davontrugen.

Im zweitletzten Lauf passte dann alles zusammen. Mit einem zweiten Platz konnten wir uns in diesem starken Feld ganz vorne platzieren. Ein Riesenerfolg und bereits ein absolutes Highlight der Woche.

Am letzten Tag folgte dann aber vielleicht der unvergesslichste Moment der ganzen Cowes Week. Auf der ersten Kreuz führte der schnellste Weg wieder direkt an der Küste entlang. Also machten wir es wie die Locals und gingen so nah an den Strand, wie wir uns nur trauten. Über 40 Wenden auf dem ersten Schlag, teilweise nur wenige Meter vom Ufer entfernt, ohne Echolot, mit viel Mut und vielleicht etwas wenig Verstand. Und plötzlich waren wir vorne und führten die gesamte Fleet an. Nach den ersten Tagen, in denen wir noch versucht hatten, Strömung, Küste und Eigenheiten des Solent überhaupt zu verstehen, selbst das Feld entlang des Strandes anzuführen, war ein magischer und unvergesslicher Abschluss unserer Regattawoche.

Neben den Rennen bleibt vor allem die Atmosphäre: Boote überall, volle Stege, Regattacrews in den Strassen und dieses Gefühl, dass sich auf der Isle of Wight eine Woche lang alles nur ums Segeln dreht. Beim 200-jährigen Jubiläum war diese besondere Mischung aus Segelgeschichte, Tradition und Regattaaction wohl noch ein bisschen stärker zu spüren.

Für alle, die jetzt selbst Lust auf Cowes bekommen haben: Wir konnten vor Ort sehr gute Kontakte für Charterboote sowie Unterkünfte in verschiedenen Kategorien knüpfen. Wer sich also für eine zukünftige Teilnahme interessiert, darf sich gerne bei uns melden.

Unser Fazit: viel gelernt, ein Riesenabenteuer erlebt und für alle Segelbegeisterten eine unglaubliche Reise. Herrliche 20 Grad, Segeln mitten im Solent, südenglische Gastfreundschaft und natürlich Fish and Chips. Cowes, wir kommen gerne wieder!

Rangliste

Autor: Nicolas Grüter

85 Jahre Yacht-Club Luzern – ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

Vor dem eigentlichen Jubiläumsfest zum 85-jährigen Bestehen des Yacht-Club Luzern stand am 4. Juli die Jubiläumsbaumgartenregatta auf dem Programm. Mit insgesamt 35 teilnehmenden Booten war das Feld ausserordentlich gross besetzt – ein starkes Zeichen für die Verbundenheit und die Freude am gemeinsamen Segeln im Club.

Bei schöner, aber unsteter Thermik machten sich 32 Yachten und 3 Jollen von Kastanienbaum auf den Weg nach Luzern. Bereits kurz nach dem Start konnte sich die J70 «Superbüsi» deutlich vom Feld absetzen. Die Mannschaft um Roli Kunz segelte ein souveränes Rennen und erreichte das Ziel gut zehn Minuten vor dem zweitplatzierten Boot. Damit gewann die «Superbüsi» die Jubiläumsbaumgartenregatta eindrücklich. Zweiter wurde der «Einhandsegler» und CHG-Kassier Mathias Bermejo vor Theo Klingele.

Auch bei den Jollen wurde engagiert gesegelt. In der Optimisten-Wertung gewann Amélie Rossé-Westenbrink vor Ava Schmid und Ferdinand Wolfrum. Es war schön zu sehen, dass auch unser Nachwuchs Teil dieses besonderen Jubiläumstages war.

Nach Abschluss der Regatta setzten viele Boote die Galabeflaggung. So entstand im Bojenfeld und am Steg des Yacht-Club Luzern ein eindrückliches und stimmungsvolles Bild – passend zum Anlass und zum Jubiläumsmotto «Seit 1941 am Wind».

Am Abend trafen sich über 120 Mitglieder und Gäste in den festlich eingerichteten Zelten beim Clubhaus, um das 85-jährige Bestehen des Yacht-Club Luzern gemeinsam zu feiern. Viele Gäste erschienen passend zum Motto «Seit 1941 am Wind» in nostalgisch-maritimer Kleidung und sorgten damit für eine ganz besondere Atmosphäre.

Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und trug ebenso wie das ausgezeichnete Essen von Kauer Catering zu einem rundum gelungenen Jubiläumsabend bei.

Ein besonderer Höhepunkt war der unterhaltsame Rückblick von Hardy «Emil» Kesseli auf die Gründungszeit des Yacht-Club Luzern. Mit viel Charme und Humor nahm er die Anwesenden mit auf eine Reise in die Anfangsjahre unseres Clubs und sorgte dabei für manche Schmunzler.

Für die musikalische Unterhaltung während des gesamten Abends sorgte die Band um unser Gastmitglied Urs Stucki. Mit einem abwechslungsreichen Repertoire schufen die Musiker die passende Stimmung – zunächst dezent während des Essens und später schwungvoll bis weit in den Abend hinein. Nach dem Dessert wurde denn auch fleissig das Tanzbein geschwungen. Passend zum Gründungsjahr erscheinen die Fotos ausnahmsweise auch in schwarz-weiss! Weitere Fotos sowie ein tolles Drohnenvideo von Max Hobbs finden sich in unserer Fotogallerie.

Beim Mitternachtsschmaus liessen die Gäste den gelungenen Jubiläumsanlass langsam ausklingen. Viele gute Gespräche, zahlreiche Begegnungen zwischen verschiedenen Generationen und die grosse Freude über das Wiedersehen mit langjährigen Clubkameradinnen und Clubkameraden machten den Abend zu einem würdigen Jubiläumsfest.85 Jahre Yacht-Club Luzern stehen für gelebte Kameradschaft, Begeisterung für den Segelsport und das grosse Engagement vieler Mitglieder. Das Jubiläumsfest hat eindrücklich gezeigt, dass diese Werte unseren Club bis heute prägen – und eine starke Grundlage für seine Zukunft bilden.

YCL an der Swiss Sailing Challenge League – Act 2/2026 in Neuchâtel

Am 27. und 28. Juni reiste ein Team des Yacht-Club Luzern zum zweiten Act der Swiss Sailing Challenge League nach Neuchâtel. Mit dabei waren Stéphanie Rossé als Skipperin, Andreas Gantenbein, Clara Häfliger und Jürg Schneider.

Hochmotiviert ging es am Samstagmorgen los nach Neuchâtel. Dort jedoch erfuhren wir, dass der früheste Start aufgrund von kompletter Windstille auf 14:30 verlegt wurde und wir bei beinahe 36° an Land warten mussten. Wer uns an diesem Tag unter den Bäumen am See hat baden, schlafen, essen und isotonische Getränke trinken sehen, hätte denken können, wir seien im Urlaub. Dabei war das alles sehr durchdacht, denn wer bei diesen Temperaturen auch nachmittags noch Energie hat, würde das Rennen machen. Leider wurde der Start dann weiter nach hinten verschoben und schliesslich ganz abgesagt. Und alles sah danach aus, als wäre der Sonntag bezüglich Windstille «copy paste», wie es die lokalen Experten ausdrückten. Die Enttäuschung war gross, aber wir beschlossen, das Beste daraus zu machen. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit den anderen Teams liessen wir den Abend auf einer wunderschönen Dachterrasse mit Blick über den Neuenburgersee ausklingen. Dieser Ausblick tröstete über vieles hinweg.

Am Sonntagmorgen gingen wir nach einem ausgiebigen Frühstück auf der noch kühlen Hotelterrasse mit wenig Erwartungen zum Morgenbriefing. Wir waren bereit, das wohl einzige Rennen des Tages zu starten: dasjenige um den grössten Schattenbaum. Allerdings sah der Wettfahrtleiter einen Schimmer Hoffnung: Das einzige Windfenster liege jetzt, direkt am Morgen, danach würde der Wind aller Voraussicht nach wieder einschlafen. Also fuhren wir raus, in der Hoffnung auf vielleicht ein oder zwei Läufe.

Was folgte, überraschte uns alle positiv: Der Wind hielt, und zwar bis in den Nachmittag hinein. Und damit nicht genug: dem YCL -Team gelangen einige sehr gute Läufe! Mit einem 2. Rang in R1, einem 1. Rang in R4 und einem 3. Rang in R5 konnten wir eine starke Segelperformance zeigen. Dazwischen belegten wir einen 7. und 6. Rang, was uns in der Gesamtwertung dieses Events unter 16 Teams den 6. Rang bescherte. In der Gesamtrangliste der Swiss Sailing Challenge League konnte sich der YCL nach Act 1 und Act 2 von Rang 6 auf Rang 5 verbessern. Dieses Ergebnis freute uns nach dem windlosen Samstag umso mehr. Act 3 der Swiss Sailing Challenge League findet vom 15.–16. August beim YCL statt. Wir freuen uns auf schöne Segeltage im Heimgewässer und hoffen bereits jetzt auf Windglück.

J/70 Swiss Cup 2026

Am Wochenende vom 25./26. April wurde der J/70 Swiss Cup 2026 im Yacht-Club Luzern ausgeführt. 14 Teilnehmer:innen aus der Westschweiz, Region Bern, Zug und Luzern nahmen teil. Die Wettfahrtleitung wurde von Tony Müller geführt. Leider war die Bise der Vorwoche nicht mehr wie erhofft (wir waren für das Küssnachter Becken vorbereitet), dafür setzte sich die Thermik des bekannte Oberwinds im Luzerner Becken durch. Es konnten drei schöne, faire Läufe gesegelt werden. Am Start waren namhafte Segler, die nebst der Einheitsklasse J/70 auch das Format der Swiss Sailing League segeln. Somit waren wir nicht überrascht, dass es am Samstagabend einige Protest zu besprechen gab.

Vom Yacht-Club Luzern waren zwei Teams vertreten: Team Superbüsei mit Steuermann Dave Erismann und unser Youth Team auf dem Clubboot THOMI mit Steuermann Sämi Erismann. Am ersten Tag zeigte Dave Erismann & Crew eine gute Leistung und lag auf Platz 1.

Am Sonntag waren die Prognosen für den Wind sehr schwierig. Die Bise kam wieder auf und störte die Thermik. Langes Warten und dann, der Versuch eines Laufes, der leider abgebrochen wurde. Der von vielen Teilnehmer:innen erhoffte 4. Lauf für einen Streicher fiel aus. 

Somit war der Heimsieg für Team Superbüsi gesichert. Unser Youth Team zeigte mit dem 11. Schlussrang, dass sie auch mit den etablierten Teams mitsegeln können. Herzliche Gratulation allen Teams zu ihrer tollen Leistung! Die Rangliste findet sich auf manage2sail.

Bericht Susan Buchecker / Fotos Felix Leyer

Starker Auftakt der YCL Ladies in die Women Challenge League – Rang 2 in Brissago

Zum ersten Event der Swiss Sailing League Women Challenge League 2026 reisten die YCL Ladies ins Tessin nach Brissago – und kehrten mit einem hervorragenden 2. Gesamtrang an den Vierwaldstättersee zurück. An Bord: Skipperin Stéphanie Rossé, Rita Krummenacher an der Grossschot, Clara Häfliger an der Fock, Sabine Brodbeck am Gennaker und Regina Herzog auf dem Vorschiff.

Brissago zeigte sich am Regattawochenende vom 24./25. April von seiner allerschönsten Seite. An beiden Tagen lieferte der Lago Maggiore, was sich Seglerinnenherzen wünschen: rund 15 Knoten Wind, strahlender Sonnenschein und einfach traumhaftes Segelwetter. Die Kulisse zwischen den Tessiner Bergen und der wärmenden Frühlingssonne war kaum zu überbieten – Bedingungen, wie man sie sich für einen Saisonauftakt nur erträumen kann.

Der Samstag begann durchzogen. Zwar fanden die YCL Ladies schnell ins Renngeschehen, doch schlichen sich in den ersten Wettfahrten einige Pannen ein. Besonders bitter: Gleich zwei Penaltys mussten kassiert werden, was wertvolle Plätze kostete und den Rhythmus immer wieder störte. Trotz der ärgerlichen Momente blieb die Stimmung an Bord positiv – jede gesegelte Wettfahrt brachte neue Erkenntnisse, und am Ende des ersten Tages war klar: Da geht noch deutlich mehr.

Und das zeigten die Ladies dann am Sonntag eindrücklich. Bei nahezu unveränderten Bedingungen – wieder rund 15 Knoten und Sonne pur – waren die Manöver sauber, die Starts perfekt und die taktischen Entscheidungen auf den Punkt. Das Team segelte konzentriert, fehlerfrei und über weite Strecken klar dominant. Eine Wettfahrt nach der anderen wurde souverän gestaltet, und mit jedem Lauf wuchs das Selbstvertrauen weiter.

Mit dieser starken Aufholjagd am zweiten Tag sicherten sich die YCL Ladies schliesslich den hervorragenden 2. Gesamtrang dieses ersten Events der Women Challenge League. Ein Resultat, das Lust auf mehr macht – und ein vielversprechender Start in die neue Saison.

Ein herzliches Dankeschön gebührt an dieser Stelle Rita Krummenacher, die das Team in ihrem Appartement in Ascona beherbergt hat. Die kurzen Wege zum Regattahafen, das gemeinsame Beisammensein am Abend und die familiäre Atmosphäre haben wesentlich zum gelungenen Wochenende beigetragen – ganz lieben Dank, Rita!

Ein grosses Kompliment an die ganze Crew für die kämpferische Leistung, die rasche Analyse nach dem Samstag und die beeindruckende Antwort am Sonntag. Auf die nächsten Events – die Form stimmt, der Teamgeist stimmt, und die Lust auf weitere Laufsiege ist geweckt. Die gesamte Rangliste auf manage2sail und weitere tolle Fotos von Gabriella Giannini.

Ansegeln 2026 – Ein Bilderbuchstart in die neue Segelsaison

Mit dem traditionellen Ansegeln vom 18. April 2026 eröffnete der Yacht-Club Luzern bei herrlichem Frühlingswetter offiziell die neue Segelsaison. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und eine leichte Brise sorgten für beste Bedingungen und machten den Saisonauftakt zu einem rundum gelungenen Anlass.

Segelmeisterin Sandra führte souverän und charmant durch den Tag. Besonders erfreulich war die grosse Beteiligung zahlreicher Gastmitglieder, welche den Anlass zusätzlich bereicherten und einmal mehr zeigten, wie offen und lebendig die YCL-Gemeinschaft ist.

Wie es die Tradition verlangt, wurde der Anlass mit dem feierlichen Hissen der Clubflagge am Flaggenmast eröffnet, bevor sich die Teilnehmenden auf das Wasser begaben. Unter der Leitung von Wettfahrtleiter Dave, unterstützt von Susan, standen 18 Yachten und 2 Jollen an der Startlinie.

Bei den Yachten sicherten sich Marc und Marc Andreas Skipwith den Tagessieg vor Philipp Räber und Markus Reinhard. In der Jollenkategorie gewann Ava Schmid vor Alessia und Valentina Baumgartner.

Nach der Regatta folgte ein besonders emotionaler Höhepunkt. In einer würdevollen und stimmungsvollen Zeremonie taufte YCL-Pastor Gregor Tolusso gleich zwei Boote. Das neue Clubboot J70 erhielt mit Taufpatin Esther Meseck – der Ehefrau des verstorbenen Namensgebers Thomas Meseck – den Namen THOMI. Ebenfalls getauft wurde die neue Sunbeam 29.1 von Thomas Bachmann, die künftig den Namen MIRACOLO trägt.

Im Anschluss verwöhnte Philipp Räber gemeinsam mit seiner Crew die Mitglieder und Gäste mit einem reichhaltigen Apéro. Das anschliessende Nachtessen wurde einmal mehr von der charmanten Clubhausverwalterin Doris zusammen mit ihren engagierten Helferinnen und Helfern mit viel Herzblut zubereitet und rundete den gelungenen Anlass kulinarisch ab.

Das Ansegeln 2026 war damit weit mehr als der sportliche Auftakt der Saison. Es war ein Tag voller Begegnungen, gelebter Clubtradition und schöner Emotionen – ein perfekter Start in die Segelsaison 2026.

7 o’Clock Race 2026

am 22. April startet die 7 o’Clock Serie 2026

Informationen über den WhatsApp Chat ‚7‘o Clock Luzern‘
Hier beitreten

https://chat.whatsapp.com/HW2Um7uqpHP6VS7DmbtCMX

YCL schliesst die Barcelona Winter Series ab – ein Erfolgsbericht

Zum siebten und letzten Event der J/70 Barcelona Winter Series 2025/26 reiste ein Mixed-Team des YCL nach Barcelona: Stéphanie Rossé, Jürg Schneider, Andreas Gantenbein, Beat Brändle und Clara Häfliger. 

Die Anreise am Donnerstag verlief reibungslos und bereits bei der Ankunft lag diese besondere Vorfreude in der Luft, die ein Regattawochenende in Barcelona mit sich bringt. Gleich nach der ersten Stärkung ging es am Nachmittag daran, die THOMI für das Einwassern vorzubereiten. Eine erste kleine Lektion liess jedoch nicht lange auf sich warten: Nachdem das Boot bereit war, stellten wir fest, dass wir die Arbeitszeiten der Marineros um wenige Minuten verpasst hatten. So wurde das Einwassern kurzerhand auf Freitagmorgen verschoben. Den restlichen Nachmittag nutzte ein Teil der Crew dafür, auf einem zwanzigminütigen Fussmarsch zur Markthalle die schöne Altstadt Barcelonas zu erkunden. Pünktlich zum Abendessen im Clubhaus des Real Club Náutico de Barcelona (RCNB) kehrten sie zurück, beladen mit den süssesten Früchten und einem sehr edlen Jamón, der auf der SAIDA gebührend gefeiert wurde.

Am Freitag wurde die J70 bei strahlendem Sonnenschein eingewassert. Die Temperaturen waren so angenehm, dass wir im Ölzeug am Steg beinahe ins Schwitzen kamen. Nach einer kurzen Trainingseinheit starteten wir bei rund zehn Knoten Wind direkt in den ersten Lauf. Obwohl es für Clara, Beat und Andy die erste Regatta auf einer J70 war, gelang uns ein starker Auftakt: Im ersten Lauf rundeten wir als Fünfte die Luvtonne. Eine hartnäckige Sanduhr im Gennaker kostete uns jedoch einige Plätze, sodass wir auf Rang 17 ins Ziel kamen. Der zweite Lauf endete auf Rang 21. Die langen Wettfahrten von jeweils rund eineinhalb Stunden waren eine Herausforderung. Dennoch gingen wir nach diesem ersten Regattatag zufrieden und hochmotiviert vom Wasser.

Der Samstag begann erneut mit Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Da es einfach zu verlockend war, wagten Stéphanie und Clara vor den Regatten gar einen Schwumm im doch relativ kalten Meer. Auf dem Wasser herrschten ähnliche Verhältnisse wie am Vortag, und wir konnten uns weiter steigern. Mit den Rangierungen 19, 21 und einem starken 13. Platz zum Abschluss zeigte sich eine positive Entwicklung. Den Abend liessen wir trotz Müdigkeit und schmerzenden Muskeln bei gutem Essen und bester Stimmung in einem Rooftop-Restaurant ausklingen. 

Am dritten und letzten Tag frischte der Wind deutlich auf und erreichte gute 15 Knoten. Damit stiegen auch die Anforderungen an Crew und Manöver. Besonders für die weniger erfahrenen Crewmitglieder bedeutete dies eine intensive, aber wertvolle Lerneinheit. Dank der Unterstützung von Stéphanie und Jürg fanden wir jedoch schnell in einen guten Rhythmus und rundeten im ersten Lauf sogar als Vierte die Luvtonne – ein echtes Highlight. Leider mussten wir anschliessend den Gennaker aus dem Wasser ziehen, wodurch wir deutlich ausgebremst wurden. Dennoch konnten wir dank viel Speed mit bis zu 13 Knoten Downwind und einigen schönen Surfs im vorderen Feld mithalten. Ein Spitzenresultat schien greifbar, bis wir kurz vor dem Ziel einem Mitbewerber keinen Raum gaben und wir disqualifiziert wurden – ein bitterer Moment.  Im letzten Lauf der Serie gaben wir nochmals alles, doch ein weiterer Gennakerzwischenfall sowie ein Sonnenschuss verhinderten ein besseres Resultat. Mit Rang 21 im abschliessenden Lauf erreichten wir insgesamt den doch guten 20. Gesamtrang dieses Events. 

Nach den Regatten stand weitere Arbeit an: Die J70 auswassern und transportbereit machen – unterbrochen von der Rangverkündung und einem wohlverdienten Apéro im Hafen. Nach einem letzten gemütlichen Abend auf der SAIDA verliessen wir am frühen Montagmorgen Barcelona. Für Stéphanie und Jürg stand die lange Autofahrt an, und auch Andy, Beat und Clara traten mit wertvollem neuem Wissen und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck dem Heimweg an. Die J70 ist mittlerweile wieder in Luzern angekommen. Auch der Trailer hat die lange Reise und den Winter in Barcelona gut überstanden und wurde erfolgreich vorgeführt. An dieser Stelle ein grosses DANKE an Stefan Epper und Garage Epper für die perfekte Vorbereitung für die lange Reise und die direkt anschliessende Prüfung beim Strassenverkehrsamt. Sowohl unsere J70 THOMI wie auch der Transporttrailer sind also bereit für weitere Abenteuer. THOMI ist bereits eingewassert, kann hier gebucht werden und freut sich auf eine spannende Saison 2026 im heimatlichen Vierwaldstättersee.

Traditioneller Frühlings-Frondienst im Yacht-Club Luzern

Am Samstag, 14. März, stand im Yacht-Club Luzern der traditionelle Frühlings-Frondienst auf dem Programm. Dieser Arbeitseinsatz – einer von zwei jährlich stattfindenden Frondiensten im Frühling und Herbst – ist ein wichtiger Bestandteil des Clublebens und dient dazu, das Gelände, die Anlagen und die Infrastruktur des YCL für die bevorstehende Segelsaison vorzubereiten.

Rund 40 Mitglieder folgten der Einladung des Ressorts Infrastruktur und packten tatkräftig mit an – besonders erfreulich war dabei die grosse Beteiligung unserer Gastmitglieder. Trotz nasskaltem, beinahe winterlichem Wetter liessen sich die Helferinnen und Helfer die gute Stimmung nicht nehmen und widmeten sich mit viel Einsatz den anstehenden Arbeiten rund um die Steganlage, das Clubhaus, die Clubboote sowie die unmittelbare Umgebung.

Aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse konnten die vorgesehenen Arbeiten am Bojenfeld an diesem Tag nicht durchgeführt werden. Diese werden bei passender Gelegenheit durch ein Team unter der Leitung unseres Hafenmeisters Alan Stucki nachgeholt.

Wie bereits zwei Wochen zuvor war zudem ein engagiertes Team in Sursee im Einsatz, um an den YCL-Optimisten die letzten Arbeiten auszuführen. Dank dieses zusätzlichen Einsatzes können auch unsere Optis bestens vorbereitet in die neue Saison starten.

Besonders schön war einmal mehr die spürbare Verbundenheit innerhalb unseres Clubs: Langjährige Mitglieder arbeiteten Seite an Seite mit neuen Gesichtern, die erstmals an einem Frondienst teilnahmen. Der gemeinsame Einsatz zeigte eindrücklich, wie sehr der Yacht-Club Luzern vom freiwilligen Engagement seiner Mitglieder lebt – und wie wichtig dieser Einsatz für den Erhalt und die Qualität unserer Clubinfrastruktur ist.

Nach getaner Arbeit wartete ein weiterer Höhepunkt des Tages auf die Beteiligten: Das Küchenteam rund um Doris Ammann, unterstützt von Helene Köpcke und Mariana Bisaku, verwöhnte alle Helferinnen und Helfer mit einem wunderbaren Mittagessen. So fand ein arbeitsreicher, kameradschaftlicher und trotz der kühlen Witterung rundum gelungener Frondienst einen ebenso herzlichen wie genussvollen Ausklang.Ein herzlicher Dank gilt allen, die mitgeholfen haben, den Yacht-Club Luzern für die neue Segelsaison bereit zu machen.