YCL schliesst die Barcelona Winter Series ab – ein Erfolgsbericht
Zum siebten und letzten Event der J/70 Barcelona Winter Series 2025/26 reiste ein Mixed-Team des YCL nach Barcelona: Stéphanie Rossé, Jürg Schneider, Andreas Gantenbein, Beat Brändle und Clara Häfliger.
Die Anreise am Donnerstag verlief reibungslos und bereits bei der Ankunft lag diese besondere Vorfreude in der Luft, die ein Regattawochenende in Barcelona mit sich bringt. Gleich nach der ersten Stärkung ging es am Nachmittag daran, die THOMI für das Einwassern vorzubereiten. Eine erste kleine Lektion liess jedoch nicht lange auf sich warten: Nachdem das Boot bereit war, stellten wir fest, dass wir die Arbeitszeiten der Marineros um wenige Minuten verpasst hatten. So wurde das Einwassern kurzerhand auf Freitagmorgen verschoben. Den restlichen Nachmittag nutzte ein Teil der Crew dafür, auf einem zwanzigminütigen Fussmarsch zur Markthalle die schöne Altstadt Barcelonas zu erkunden. Pünktlich zum Abendessen im Clubhaus des Real Club Náutico de Barcelona (RCNB) kehrten sie zurück, beladen mit den süssesten Früchten und einem sehr edlen Jamón, der auf der SAIDA gebührend gefeiert wurde.
Am Freitag wurde die J70 bei strahlendem Sonnenschein eingewassert. Die Temperaturen waren so angenehm, dass wir im Ölzeug am Steg beinahe ins Schwitzen kamen. Nach einer kurzen Trainingseinheit starteten wir bei rund zehn Knoten Wind direkt in den ersten Lauf. Obwohl es für Clara, Beat und Andy die erste Regatta auf einer J70 war, gelang uns ein starker Auftakt: Im ersten Lauf rundeten wir als Fünfte die Luvtonne. Eine hartnäckige Sanduhr im Gennaker kostete uns jedoch einige Plätze, sodass wir auf Rang 17 ins Ziel kamen. Der zweite Lauf endete auf Rang 21. Die langen Wettfahrten von jeweils rund eineinhalb Stunden waren eine Herausforderung. Dennoch gingen wir nach diesem ersten Regattatag zufrieden und hochmotiviert vom Wasser.

Der Samstag begann erneut mit Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Da es einfach zu verlockend war, wagten Stéphanie und Clara vor den Regatten gar einen Schwumm im doch relativ kalten Meer. Auf dem Wasser herrschten ähnliche Verhältnisse wie am Vortag, und wir konnten uns weiter steigern. Mit den Rangierungen 19, 21 und einem starken 13. Platz zum Abschluss zeigte sich eine positive Entwicklung. Den Abend liessen wir trotz Müdigkeit und schmerzenden Muskeln bei gutem Essen und bester Stimmung in einem Rooftop-Restaurant ausklingen.
Am dritten und letzten Tag frischte der Wind deutlich auf und erreichte gute 15 Knoten. Damit stiegen auch die Anforderungen an Crew und Manöver. Besonders für die weniger erfahrenen Crewmitglieder bedeutete dies eine intensive, aber wertvolle Lerneinheit. Dank der Unterstützung von Stéphanie und Jürg fanden wir jedoch schnell in einen guten Rhythmus und rundeten im ersten Lauf sogar als Vierte die Luvtonne – ein echtes Highlight. Leider mussten wir anschliessend den Gennaker aus dem Wasser ziehen, wodurch wir deutlich ausgebremst wurden. Dennoch konnten wir dank viel Speed mit bis zu 13 Knoten Downwind und einigen schönen Surfs im vorderen Feld mithalten. Ein Spitzenresultat schien greifbar, bis wir kurz vor dem Ziel einem Mitbewerber keinen Raum gaben und wir disqualifiziert wurden – ein bitterer Moment. Im letzten Lauf der Serie gaben wir nochmals alles, doch ein weiterer Gennakerzwischenfall sowie ein Sonnenschuss verhinderten ein besseres Resultat. Mit Rang 21 im abschliessenden Lauf erreichten wir insgesamt den doch guten 20. Gesamtrang dieses Events.

Nach den Regatten stand weitere Arbeit an: Die J70 auswassern und transportbereit machen – unterbrochen von der Rangverkündung und einem wohlverdienten Apéro im Hafen. Nach einem letzten gemütlichen Abend auf der SAIDA verliessen wir am frühen Montagmorgen Barcelona. Für Stéphanie und Jürg stand die lange Autofahrt an, und auch Andy, Beat und Clara traten mit wertvollem neuem Wissen und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck dem Heimweg an. Die J70 ist mittlerweile wieder in Luzern angekommen. Auch der Trailer hat die lange Reise und den Winter in Barcelona gut überstanden und wurde erfolgreich vorgeführt. An dieser Stelle ein grosses DANKE an Stefan Epper und Garage Epper für die perfekte Vorbereitung für die lange Reise und die direkt anschliessende Prüfung beim Strassenverkehrsamt. Sowohl unsere J70 THOMI wie auch der Transporttrailer sind also bereit für weitere Abenteuer. THOMI ist bereits eingewassert, kann hier gebucht werden und freut sich auf eine spannende Saison 2026 im heimatlichen Vierwaldstättersee.


