Erfolgreiches Youth Team an der J 70 Barcelona Winter Serie – ein Erfahrungsbericht
Unsere Anreise am Donnerstag mit dem Flugzeug in die wohl schönste Stadt Spaniens, Barcelona, war bereits ein erstes Highlight. Schon beim Landeanflug spürten wir diese besondere Energie, die uns perfekt auf das bevorstehende Wochenende einstimmte.
Nachdem wir (Luis Allamand, Sämi Erismann, Jan Huppertz und Gregory Ruoss) auf der SAIDA – die im gleichen Hafen lag, in dem auch die Regatta stattfand – unsere Kojen bezogen haben, ging es am Nachmittag darum unsere J70 für die Regatta bereitzumachen und einzuwassern. Für ein Training auf dem Wasser wehte leider zu viel Wind.

Am ersten Regattatag am Freitag stand für uns vor allem eines im Fokus: Wieder ins Gefühl für das Boot und das Zusammenspiel in der Mannschaft kommen. Nach mehreren Monaten Pause mussten wir uns zunächst neu einspielen; wir wurden dabei unterstützt von der Sportchefin Stéphanie, die mit uns zusammen die Regatta bestritten hat. Mit jedem Lauf fanden wir jedoch besser in unseren Rhythmus. Die traumhaften Bedingungen auf dem Mittelmeer, mit angenehmen Temperaturen und konstantem Wind machten es uns leicht, wieder Freude am Wettkampf zu finden. Nach insgesamt drei Läufen konnten wir mit dem ersten Regattatag recht zufrieden sein, Laufplätze 27, 17 und 14; die Entwicklung stimmte.
Der Samstag brachte noch einmal eine deutliche Steigerung. Der Wind nahm zu und damit auch unsere Geschwindigkeit und unser Selbstvertrauen. Bereits beim ersten Lauf waren wir an der Kreuz voll dabei, bis plötzlich unsere Geschwindigkeit dramatisch zurückging. Der Grund lag nicht nur am abnehmenden Wind, sondern war schnell gefunden: Einige Meter Fischerline samt Köder und Plastiksack an Kiel und Ruder. Wir hatten Glück, das dieser Lauf dann abgebrochen worden ist. Beim nächsten Versuch gelang uns ein Superstart und wir gingen als fünftes Boot um die Luvtonne! Leider konnten wir diesen Rang nicht halten und wurden Boot um Boot nach hinten durchgereicht; wir wurden schliesslich 20. Gregory musste während des Laufes aber auch noch den Gennaker – samt gefühlt eine Tonne Wasser – aus dem Meer bergen.
Am dritten und letzten Tag waren zunächst eher milde Verhältnisse angekündigt. Doch im Laufe des Tages frischte der Wind wieder auf. Genau wie die Bedingungen wuchs auch unser Teamgeist. Man merkte, wie wir als Mannschaft immer besser harmonierten und uns gegenseitig pushten. So gingen wir beim ersten Lauf als fünfte um die Luv- und als vierte um die Entlastungstonne. Leider wurde auch dieser Lauf dann abgebrochen. Die nächsten drei Läufe gelingen uns nicht ganz nach Wunsch und es resultierte noch ein 27., 19. und 21. Rang. Das ergab am Schluss trotzdem den 22. Gesamtrang – so gut war bis jetzt noch kein YCL-Team an den Winter Series in Barcelona platziert!
Die Abende liessen wir gemeinsam bei gutem Essen und dem einen oder anderen Bier ausklingen. Trotz der intensiven Tage auf dem Wasser nutzten wir die Zeit, um die Stadt zu erkunden. Barcelona hat unglaublich viel zu bieten. Ein Besuch bei der Sagrada Familia beeindruckte uns ebenso wie die kleinen verwinkelten Gassen und die weitläufigen Parks, die zum Verweilen einladen.
Insgesamt war es ein rundum gelungenes Wochenende mit sportlichen Fortschritten, tollen Erlebnissen und vielen gemeinsamen Momenten, die uns als Team weiter zusammengeschweisst haben. Es machte definitiv Lust auf «Meer».







